Das Evangelium nach Johannes

Das letzte der vier biblischen Evangelien ist zugleich der wahrscheinlich am spätesten entstandene Bericht über Jesus im Neuen Testament. Datiert wird es nach allgemeiner Auffassung auf das Ende des ersten Jahrhunderts. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten der Zeitgenossen Jesu bereits verstorben. Als das Johannesevangelium entstand, muss sein Verfasser also sehr alt gewesen sein. Tatsächlich fällt dieses Evangelium besonders zu Beginn durch einen einzigartigen Schreibstil auf. Der Textaufbau und die Wortwahl vermitteln den Eindruck von Weisheit und Lebenserfahrung.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Schreiber des Evangeliums zur Zeit des Wirkens Jesu noch recht jung gewesen sein muss. Mit einiger Berechtigung kann daher davon ausgegangen werden, dass tatsächlich der Apostel Johannes, der so genannte Lieblingsjünger des Erlösers, diesen Bericht erstellt hat.

Obwohl im Johannesevangelium natürlich auch der Lauf der Ereignisse sowie einige Reden Christi wiedergegeben werden, dient dies doch vor allem der Absicht, Jesus Christus als den Sohn Gottes vorzustellen und Vertrauen zu dessen Botschaft von der Erlösung zu wecken.

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