Das Buch Nehemia


Inhaltlich beschreibt dieses biblische Buch den gleichen Zeitraum wie das Buch Esra, mit dem es in den hebräischen Schriften eine Einheit bildet. Ob der Namensgeber dieses Buch selbst verfasst hat, ist zumindest zweifelhaft. Einige Kapitel sind jedoch in der Ich-Form geschrieben. Man nimmt daher an, dass dem Text ein autobiografischer Bericht Nehemias zugrunde liegt. Möglicherweise war Esra der eigentliche „Herausgeber“ des Buches.

Nehemia war ein jüdischer Beamter am persischen Königshof. Er erhielt die Erlaubnis zum Wiederaufbau der Stadt Jerusalem. Das Buch Nehemia legt daher den Schwerpunkt auch auf Berichte über militärische, organisatorische und verwaltungstechnische Maßnahmen, während das dazugehörige Buch Esra ja mehr den geistlichen Schwerpunkt betont.

Aus dem Text geht hervor, dass Nehemia offensichtlich ein tatkräftiger, fähiger und charakterstarker Mann war. Einen Gegensatz dazu bilden der Beginn des Berichtes, der Schlusssatz sowie einige kurze Einschübe: Nehemia erscheint hier regelrecht unsicher. Er vergewissert sich bei Gott ob der Richtigkeit seiner Maßnahmen und betont die gute Absicht seines Tuns. Offenbar litt er trotz aller Erfolge nicht an Selbstüberschätzung.

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